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Antitranspiration

Körpereigener Thermostat

Schwitzen ist ein normaler physiologischer Prozess zur Regulation der Körpertemperatur. Zum Zeitpunkt der Schweißausscheidung ist dieser praktisch geruchlos. Der als unangenehm empfundene Schweißgeruch entsteht erst durch die bakterielle Zersetzung des Schweißes. Besonders unangenehm, mitunter sogar einen hohen Leidensdruck auslösend, ist die übermäßige Schweißproduktion, auch als Hyperhidrose (HH) bezeichnet. Da HH auch sekundär als Symptom von ernsthaften Erkrankungen auftritt, ist zunächst eine ärztliche Abklärung notwendig, ob nicht beispielsweise Krebs oder eine Schilddrüsenüberfunktion etc. vorliegt.

    Aktivität der Schweißdrüsen

    Neben der körpertemperaturregulierenden Aufgabe bei körperlicher Anstrengung bzw. bei heißen Umgebungstemperaturen werden die Schweißdrüsen vom sympathischen Nervensystem angesprochen, so dass auch Umweltreize, Empfindungen, Stresssituationen, emotionale Anspannung und psychische Belastungen wie Angst oder Aufregung zu einem vermehrten Schwitzen führen. Reagiert der Körper bereits auf leichte Anstrengung, geringfügig erhöhte Außentemperaturen oder seelische Belastungen mit übermäßigem Schwitzen oder wird sogar ohne äußeren Anlass eine starke Schweißproduktion ausgelöst, handelt es sich um eine krankhafte Überfunktion der Schweißdrüsen, eine Hyperhidrose.

      Entstehung von Körpergeruch

      Frisch gebildeter Schweiß ist zunächst völlig geruchsfrei und steril. Körpergeruch entsteht erst, wenn die natürlicherweise auf der Haut vorhandenen Bakterien (grampositiv) die Bestandteile des Schweißes zersetzen. Insbesondere die feuchten und warmen Achselhöhlen oder luftdicht "verpackten" Füße in engen Schuhen bieten den Mikroorganismen ideale Lebensbedingungen. In leichter ausgeprägten Fällen können verschiedene schweißhemmende Substanzen in Salbenform oder wässrige Lösungen auf die betroffenen Hautareale aufgetragen werden.

      Dies führt meist nur vorübergehend zu einer Abnahme der Schweißproduktion.



        Die besten Erfahrungen gibt es bei der Anwendung von Aluminiumchloridsalzen.

        Obwohl der genaue schweißhemmende Wirkmechanismus von Aluminium nicht bekannt ist, nimmt man an, dass Aluminium zu einer vorübergehenden Verstopfung der Schweißdrüsen führt.

        Allerdings kommt es nicht selten nach Wiederholungsbehandlungen zu Unverträglichkeitsreaktionen der Haut, verbunden mit unangenehmen Juckreiz.

          Deodorants

          Deodorants wirken in der Regel bakterienhemmend und verhindern so die Entstehung der unangenehmen Gerüche, die durch die bakteriellen Zersetzungsprozesse des Schweißes hervorgerufen werden. Zudem überlagern sie den Körpergeruch durch ihre Parfümierung.

          Effektivität eines Produktes hängt von der Qualität und Zusammenstellung der verwendeten Inhaltsstoffe, als auch von der Rezepturgrundlage ab, in welche diese eingearbeitet werden.

          Qualitätsmerkmale von Deodorants:

          Alle Produkte bzw. Inhaltsstoffe sollten dermatologisch und allergologisch auf ihre Hautverträglichkeit getestet bzw. unbedenklich sein.

          Milde, alkoholfreie Grundlagen sowie farb- und konservierungsstofffreie Varianten gewährleisten eine optimale Verträglichkeit auch bei sehr empfindlichen Personen und können problemlos auch nach der Achselhaarentfernung appliziert werden.

          Weiters stehen in der Apotheke auch unparfümierte Deodorants (La Roche-Posay), die nur antimikrobiell wirken, als Alternative für Anwender mit einer Allergie gegen Parfümöl zur Verfügung.

          Die Grundlage sollte einen hautneutralen, besser einen schwach sauren PH-Wert besitzen, um den natürlichen Säureschutzmantel der Haut zu schützen und eine gesunde Hautflora zu bewahren. Zusätzlich empfiehlt sich der Zusatz von hautpflegenden Stoffen, wie Aloe Vera, Panthenol oder Vit. E.

          Anwendung von Deodorants: üblicherweise morgens auf die gereinigte, gewaschene Haut auftragen. Bei Bedarf eine zweite Anwendung am Abend.

            Antitranspirants - ein Leben ohne Schweiß

            Antitranspirants hingegen verringern die Schweißsektretion. Durch die vorübergehende Verengung der Schweißdrüsen wird die Schweißbildung um etwas 20 bis 60 Prozent reduziert, ohne dadurch die Temperaturregulation des Körpers zu behindern.

            Für weitere Informationen bitte Link anklicken.

            Antitranspirierendes Gel
            YERKA Antitranspirant

              Verschiedenste Medikamente werden zur systemischen Behandlung der Hyperhidrose vorgeschlagen (z.B. Anticholinergika wie Sormodren).

              Allerdings ist die schweißhemmende Wirkung auch meist von einer Reihe von unangenehmen Nebenwirkungen (Müdigkeit, Konzentrationslosigkeit, Blasen- und Mastdarmstörungen) begleitet.

              Eine Dauertherapie wird verständlicherweise von den meisten nicht toleriert. Vereinzelt können Patienten eine Einmaldosis eines Parasympatholyticums mit anticholinerger Wirkung (z.B. Bellanorm-Dragees) einsetzen, um zu einem bestimmten Anlass "schweißfrei" zu sein.

              Natürliche Maßnahmen mit Hilfe von SALBEI (Salvia off.)
              Die schweißhemmende Wirkung gehört zu den herausragenden Effekten des Gartensalbeis. Die Schweißhemmung beträgt bis zu 52%. Die Wirkung setzt zwischen dem ersten und vierten Tag ein, nach neun Tagen lässt die Wirkung nach. Salbei hemmt die Schweißproduktion sowohl innerlich, als Salbei Tropfen, Dragees, Tee etc. als auch äußerlich z.B. als Fußbad bei Schweißfüßen.

                Bereits 1936 konnte gezeigt werden, dass in einem Wasserbad mit Hilfe eines Gleichstroms verschiedene Substanzen in die Haut von Handflächen und Fußsohlen eingebracht werden können. Dies bewirkt eine vorübergehende Schweißhemmung.

                Im Rahmen der Iontophorese müssen Patienten zwei bis drei Mal pro Woche Handflächen oder Fußsohlen in ein Wasserbad für etwa 20 Minuten geben. Dieses Verfahren kann bei bis zu 80 Prozent der Patienten eine Besserung der palmaren und plantaren Hyperhidrose nach sich ziehen.

                  Sympathektomie
                  Bei Patienten mit schweren Formen einer palmaren Hyperhidrose (der Hände) kann eine Durchtrennung des Sympathikus (Teil des autonomen Nervensystems) überlegt werden.

                  Bei ca. 90 Prozent der Betroffenen kann damit eine subjektive Besserung erreicht werden.

                  Allerdings kommt es neben den Operationsrisiken (Wundinfektion, Pneumothorax, bleibendes neurologisches Defizit, Interkostalneuralgie) einige Monate nach dem Eingriff bei einem Teil der Operierten zu einer kompensatorischen Hyperhidrose unterschiedlicher Ausprägung. Dies bedeutet, dass die Handflächen zwar trocken bleiben, aber große Teile des Stamms und der Beine eine meist ausgeprägte Hyperhidrose aufweisen.

                  Grundsätzlich kann auch bei plantaren Hyperhidrosen (der Fußsohlen) eine Durchtrennung des Sympathikus in Höhe der Lendenwirbelsäule vorgenommen werden. Auf Grund des Risikos einer möglichen sexuellen Dysfunktion wird dieses Verfahren bei plantarer Hyperhidrose nicht mehr durchgeführt. Bei axillären Hyperhidrosen (der Achseln) kann durch eine Sympathektomie nur bei ca. 50 Prozent der Operierten eine Besserung der Hyperhidrose erreicht werden, sodass dieses Verfahren bei einer isolierten axillären Hyperhidrose nicht zu empfehlen ist.

                  Entfernung des schweißdrüsentragenden Hautareals
                  Bei axillären Hyperhidrosen kann auch eine Entfernung des schweißdrüsentragenden Areals in der Achsel vorgenommen werden. Neben der üblichen Operationsrisiken kann es zu schmerzhafter Narbenbildung und nach einigen Jahren zu einem Wiederauftreten der Hyperhidrose durch Wiedereinwachsens von Nerven (Reinnervation) kommen.


                    In den letzten Jahren konnte im Rahmen von kontrollierten Studien gezeigt werden, dass die Injektion von Botulinumtoxin in die Haut zu einer deutlichen Besserung von fokalen Hyperhidrosen führen kann.

                    Wirkung von Botulinumtoxin
                    Botulinumtoxine sind Nevengifte (Neurotoxine), die durch einen überall vorkommenden bestimmten Erreger (dem anaeroben grampositiven Clostridium botulinum) gebildet werden.

                    Botulinumtoxin bindet sich hochselektiv an periphere Nervenendigungen, die Acetylcholin als Überträgerstoff verwenden. Solche Nervenendigungen findet man zum Beispiel an Übertragungsstellen zum Muskel aber auch an den Schweißdrüsen der Haut. Die Folge ist eine Blockade der Impulsübertragung, die am Muskel eine Abnahme eines pathologisch erhöhten Muskeltonus nach sich zieht. An der Scheißdrüse wird die Schweißproduktion reduziert.

                    Die Botulinumtoxinbehandlung ist bereits für verschiedene Erkrankungen, die durch einen erhöhten Muskeltonus bedingt sind, zugelassen. Eine Zulassung für die Indikation Hyperhidrose besteht noch nicht. Patienten mit fokalen Hyperhidrosen sollten nur dann mit Botulinumtoxin behandelt werden, wenn andere Therapieversuche keine Besserung brachten und eine ausreichende Aufklärung über Wirkung und mögliche Nebenwirkungen erfolgt ist.
                    Bei der Botulinumtoxinbehandlung werden kleinste Mengen von Botulinumtoxin an mehreren Stellen direkt unter die Haut injiziert. Bei palmaren Hyperhidrosen sind meist 20 bis 30 Injektionsstellen pro Handfläche notwendig. Nach fünf bis zehn Tagen ist mit einem Wirkungseintritt zu rechnen. Bei fokalen Hyperhidrosen der Handflächen sind die Injektionen meist schmerzhaft. Eine lokale Betäubung der die Hautareale versorgenden Nerven kann hier Hilfe bringen. Als Nebenwirkung ist eine vorübergehende Muskelschwäche der kleinen Handmuskel möglich.

                    Bei axillären Hyperhidrosen sind die Injektionen meist wenig schmerzhaft. Nebenwirkungen wurden bislang nicht beobachtet. Bei etwas 90 Prozent der Patienten kann mit dieser Behandlungsmethode ein gutes Ergebnis erzielt werden. Eigene Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Wirkung etwa sechs bis acht Monate hält. Im Anschluss sind Wiederholungsanwendungen notwendig.

                      • Guter Körpergeruch ist eine Frage der Pflege. Die Verwendung eines Deos kann nie das Waschen ersetzen.
                      • Deodorants stets nach der Körperreinigung benutzen, nur in Ausnahmefällen auch zwischendurch.
                      • Schwitzen ist in der Sauna trainierbar! Regelmäßige Saunagänge fördern die Schweißproduktion, so dass Schlacken aus der Haut herausgespült werden. In der Folge reguliert sich der Schweißfluß.
                      • Achselhaare entfernen, da sie ein perfektes Klima für die köpergeruchbedingenden Bakterien bilden.
                      • Kaffee, Alkohol und scharfe, kalorienreiche Nahrung fördern die Schweißproduktion.
                      • Enge Bekleidung aus Kunstfasern kann die Neigung zu Körpergeruch verstärken. Besser ist weitere Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle, Leinen und Viskose.
                      • Erlernen von stressabbauenden Techniken wie Autogenes Training, Yoga etc. helfen bei „emotionalen“ Schwitzen.
                      WIR SIND FÜR SIE DA
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                      0043(0)512/584861

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